„Informiert statt irritiert“ – Demokratie mit Social Media verknüpfen

„Informiert statt irritiert“ – Demokratie mit Social Media verknüpfen

Die Corona-Zeit ist eine prägende Phase, in der aufgrund kontroverser Diskussionen, soziale Medien, Influencer und Co. immensen Einfluss auf die Haltung sowie den Umgang miteinander insbesondere von und zwischen Kindern und Jugendlichen im Internet haben.
Häufig entsteht dies durch polarisierende Postings, die negativ bewertet werden und dem „Hate Speech“ ausgesetzt sind sowie durch die häufig im Netz schwirrenden „Fake News“ oder „Verschwörungstheorien“ zu gesellschaftsbetreffenden Themen.
Doch woran erkenne ich „Fake News“? Wie kann ich Verschwörungstheorien oder dem „Hate Speech“ im Internet entgegenwirken? Und wie kann ich für demokratische Werte in den sozialen Medien ein Zeichen setzen?
18 Schüler*innen des 8. Jahrgangs der IGS Bramsche erörterten an einem Vormittag die genannten Fragestellungen und entwickelten dabei kreative Beiträge dazu, inwiefern via Social Media fair und respektvoll miteinander agiert werden kann.
Initiiert wurde das medienpädagogische Projekt vom Therese Heise und Tomke Schriever vom Osnabrücker Flüchtlingszentrum EXIL e.V. in Zusammenarbeit mit Daniel Fuhrmann und Marisa Mindt vom Schulsozialpädagogik-Team der Schule.
Das Bildungsprojekt wurde durch eine Projektförderung im Zuge der Aktion „75 Jahre Demokratie“ an Gesamt- und Oberschulen in Niedersachsen ermöglicht.
In dem 360-minütigen Tagesworkshop befassten sich die teilnehmenden Schüler*innen mit der Verbindung zwischen Demokratie und Social Media und warfen dabei einen intensiven  Blick auf die Gefahren von Social Media: Cybermobbing, Hate Speech, Fake News oder verbreitete Verschwörungstheorien.
Therese Heise und Tomke Schriever erläuterten den Teilnehmenden nochmals den wichtigen „Faktencheck“, sowie weitere seriöse Quellen, um herauszufinden, ob verbreitete Informationen der Wahrheit entsprechend oder eben „fake“ sind. Abschließend erarbeiteten alle Schüler*innen in Gruppen eigene Social Media-Beiträge zu Themen rund um Demokratie, Ausgrenzung und Diskriminierung. Hierfür haben Heise und Schriever extra zur Verfügung gestellte Smartphones mitgebracht, mit denen die Schüler*innen Beitrage erstellen konnten.
Auf unterschiedliche Weise wurde von den einzelnen Gruppen jeweils ein kreativer Post angefertigt.
So nutzten Leni, Romy und Charlotte das TikTok-Format, um mit einem Motivations-Tanz alle anzusprechen, die mit Mobbing zu kämpfen haben.
Die Schüler Kosma, Mert und Edis entschieden sich für eine englischsprachige YouTube-Version, um die Bedeutung von Cybermobbing zu erklären, während Louis, Simon, Samuel, Kim und Richard einen Instagram-Post mit Bild erstellten, der auf zuverlässige Quelle zur Kontrolle von „Fake News“ hinweist.
Die Schülerinnen Aliah und Ida berichteten derweil in einem Influencer-Format von ihren Erfahrungen mit Cybermobbing und ermutigen Betroffene, sich Hilfe zu holen. Lotte, Johanna, Isis und Léa zeigen in einem Instagram-Video imposant, wie sich gegen Cybermobbing gegenseitig unterstützt werden kann.
Die entwickelten Beiträge stellen exemplarisch dar, welchen positiven Einfluss das Social Media-Format auf die Vermittlung und Weitergabe demokratischer Werte bei Kindern und Jugendlichen haben können.

Alle teilnehmenden Schüler*innen bewerteten den Vormittag mit den leitenden Verantwortlichen als positiv, lehrreich und setzten vor allem mit ihren Beiträgen eines: ein hilfreiches Zeichen gegen Hass, Verschwörung und Diskriminierung im Internet.

     

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